St. Georg Klinik / Therapieschwerpunkte / Stoma

Stoma

Behandlungsziel

Neben der Optimierung der Stomaversorgung und der Behandlung von Stomakomplikationen ist uns die Anleitung des Patienten in der korrekten und selbstständigen Stomaversorgung ein wichtiges Anliegen. Mit unserem Therapiekonzept und den therapiebegleitenden Angeboten sollen unsere Patienten darüber hinaus lernen, auch mit den psychischen und psychosozialen Belastungen in Ihrer neuen Lebenssituation gut zurecht zu kommen. Ziel unserer ganzheitlichen Behandlung ist es, den Betroffenen die Bewältigung der praktischen Probleme des Alltags zu ermöglichen, sowie ein Höchstmaß an Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu erhalten.

 

Behandlungskonzept

  • Aus der langjährigen Erfahrung in der Betreuung von Patienten mit einem Stoma haben wir folgenden Therapiestandard für unsere Einrichtung entwickelt.
  • Anamnese
  • Klärung der Grunderkrankung und Erstversorgung
  • Kenntnisstand über Stomaversorgung klären: Wir sprechen mit Ihnen über bisher verwendete Stomaversorgungssysteme und dabei eventuell aufgetretene Probleme wie zum Beispiel nicht ausreichender Halt oder Hautreizungen
  • Akzeptanz oder Ablehnung des Stomas, sonstige psychische Problemsituationen hinsichtlich des Stomas (Partnerprobleme usw.)
  • Erster Stomabetreuungstermin
  • Wie ist die bisherige Stomaversorgung angebracht? Wie geht der Patient mit der Stomaversorgung um? Wenn möglich demonstriert der Patient die Abnahme und Anbringung der Versorgung.
  • Schriftlicher Befund, Photodokumentation, Ausmessung des Stomas, Erläuterung von bisherigen Fehlern oder Zusammenhängen zu Problemsituationen
  • Einschätzung, ob die bisherige Versorgung beibehalten werden kann oder ob Veränderungen erforderlich sind.
  • Abklärung zur Miteinbeziehung von Angehörigen oder Lebenspartnern in die Stomaversorgung, falls dies erforderlich ist.
  • Definition des Rehabilitationszieles

 

Therapieverlauf

  • Regelmäßige Stomabetreungstermine
  • Wöchentliche Stomasprechstunde (Einzelgespräch)
  • Bei Problemen, die mit den verwendeten Stomasystemen auftreten, bieten wir alternative Versorgungssysteme zur Erprobung an.
  • Schulung hinsichtlich Stomaversorgungsproblemen. Falls erforderlich, Ausstattung des Patienten mit Hilfsmaterialen, wie zum Beispiel Schneidegerät zur korrekten Herstellung der Öffnungsfläche in der Basisplatte.
  • Abklärung der Möglichkeit zur Irrigationsbehandlung bei Kolostoma und bei Indikation sowie Bereitschaft des Patienten dazu.
  • Schulung des Patienten und Beginn der Irrigationsbehandlung unter Aufsicht.

 

Therapiebegleitende Maßnahmen

  • „Gesprächskreis für Stomapatienten“ unter Leitung einer Psychologin
  • Möglichkeit zur Teilnahme am „Tumorgesprächskreis“

 

Maßnahmen vor Entlassung

  • Verordnung einer Bauchbandage (Stomabandage)
  • Festlegung bzw. Anregung zu weiterhin erforderlichen Maßnahmen (zum Beispiel nochmalige chirurgische Revision oder Verordnung einer Bauchbinde durch den Arzt)
  • Einleitung beziehungsweise Organisation einer Stomabetreuung oder Unterstützung bei der Stomaversorgung durch einen ambulanten Stomabetreuungsdienst am Heimatort, falls dies erforderlich ist.
  • Überleitungsbogen für weiterbetreuende Stomaversorger
  • Stomaversorgungspass
  • Informationsmaterial

Vorbereitung auf die Zeit nach der Reha

  • Information, wo Hilfe und Unterstützung erhalten werden kann, wenn zu Hause Probleme mit der Versorgung auftreten.
  • Eventuell Hinweise für den Arzt, wenn in Zusammenhang mit dem Stoma psychotherapeutische Betreuung erforderlich sein könnte.
  • Einleitung einer Berufsberatung, wenn erkennbar wird, dass bei der zukünftigen Berufsausübung Probleme mit dem Stoma auftreten könnten.